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Autarke Fertigungszelle mit besonders kurzer Inbetriebnahme

Fertigungszellen mit Werkstückvorrat für eine Schicht kommen in vielen Bereichen der spanenden Bearbeitung von komplexen Werkstücken zum Einsatz – von der Automotive-Branche über die Medizin- bis hin zur Feinwerktechnik. Bei vielen bisherigen Automationslösungen handelt es sich jedoch um 2-teilige Systeme, die mit viel Zeit- und Kostenaufwand in die Prozesskette integriert werden müssen. Um dies zukünftig zu vermeiden, hat die Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH (SW), Experte für anspruchsvolle, werkstückspezifische Fertigungssysteme zur Metallbearbeitung, zwei neue, Plug-&-Play-fähige Fertigungszellen konzipiert, die die Inbetriebnahmezeit beim Kunden deutlich verkürzen: Die Anlagen bestehen aus der bewährten Werkzeugmaschine BA 222 beziehungsweise der BA W02-22 sowie einem neu entwickelten Belademodul mit integriertem 6-Achs-Roboter und vertikalem Palettenspeicher für Roh- und Fertigteile.

Das Modul ermöglicht ein hauptzeitparalleles Be- und Entladen des Bearbeitungszentrums und wird im Werk bei SW komplett an die Grundmaschine angeflanscht. Maschine, Roboter und Werkstückspeicher werden kundenspezifisch als Kranhakenlösung gestaltet, die Deckenmontage des Roboters sorgt zudem für mehr Bewegungsfreiheit. Der Werkstückspeicher ist seitlich versetzt und ermöglicht so bei geringem Platzbedarf auch eine manuelle Werkstück-Beladung der Maschine. Zudem ist für das BAZ-Modell BA 322 eine Fertigungszelle mit Belademodul geplant.

Autarke Fertigungszellen sorgen sowohl für eine hohe Verfügbarkeit als auch eine leicht skalierbare Fertigungskapazität und senken damit die Produktionskosten. „Sie eignen sich besonders gut, wenn ein Unternehmen vermehrt auf die Mehrmaschinenbedienung setzt, das heißt ein Mitarbeiter für mehrere Maschinen zuständig ist“, so Wolfgang Armleder, Leiter Entwicklung bei SW. „Außerdem lassen sich die autarken Zellen einsetzen, wenn Qualitäts- und Prozessdaten sicher zurückverfolgt werden müssen. Durch ihr immer identisches Ablagemuster und die planbare Ausschleusung von SPC-Messteilen bieten Belademodule dafür die beste Voraussetzung.“