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Mehr Flexibilität: BA W08-12 mit erweitertem Maschinenkonzept

Um den veränderten Marktanforderungen durch die Elektromobilität gerecht zu werden, hat SW die BA W08-12 entwickelt. Dabei handelt es sich um ein einspindliges, horizontales Bearbeitungszentrum, das für die 4- und 5-achsige Bearbeitung von sehr großen Leichtmetallwerkstücken wie Batteriegehäuse ausgelegt ist. Eine wesentliche Komponente dieses BAZ ist der Doppelschwenkträger, der mit zwei unabhängigen Rundachsen ausgestattet ist und ein hauptzeitparalleles Be- und Entladen ermöglicht. Das bei dieser Komponente umgesetzte Rundtischkonzept garantiert zusammen mit der horizontalen Spindelanordnung einen freien Spänefall. Da sich die BA W08-12 zusätzlich durch eine ausgeklügelte Spülung im Bearbeitungsraum auszeichnet, ist nahezu ausgeschlossen, dass Späne am Werkstück anhaften oder liegen bleiben und dessen Qualität oder weiteres Handling beeinträchtigen. Bei modifizierten Holzbearbeitungsmaschinen, die bisher ebenfalls für E-Auto-Komponenten eingesetzt werden, ist dies dagegen kaum zu gewährleisten.

Für die Aufnahme von Werkstücken und Vorrichtungen bietet die BA W08-12 einen Zylinder mit einem Durchmesser von 950 mm und einer Länge von 1.710 mm (500 l Volumen). Im Vergleich zur zweispindligen BA W08-22 erhöht sich der Verfahrweg in der X-Achse um 700 mm, wodurch die Bearbeitungsreichweite für Werkstücke nahezu verdoppelt wird. Dieser kann je nach Werkstückdesign und Spannsituation voll genutzt werden. Um noch mehr Flexibilität im Hinblick auf die Bauteilgröße und -form zu erzielen, hat SW einen Doppelschwenkträger mit Aussparung entwickelt: Durch diesen können auch besonders bauchige Teile in der Horizontalen gedreht werden. SW hat daher das eigene Maschinenkonzept modifiziert und kann damit den Anforderungen von vielen neuen Fahrzeugteilen im Bereich der Hybrid- und Elektromobilität gerecht werden.  

Mehr Flexibilität dank ausgespartem Doppelschwenkträger

Da eine Sicherheitstrennung zwischen Belade- und Bearbeitungsraum notwendig ist, wird die Aussparung durch eine Abdeckung verschlossen, deren Größe individuell an die Form des zu bearbeitenden Werkstücks angepasst wird. Die Aussparungsgröße wird dabei lediglich durch die gegenüberliegende, zweite Vorrichtung mit Werkstück eingeschränkt. Somit können Teile von bis zu 1.300 x 400 x 300 mm (L x B x H) in der Horizontale gedreht werden. Bei größeren oder kleineren Abmessungen in der Länge oder Breite kann sich die jeweils andere Dimension ändern, das heißt ein Werkstück könnte beispielsweise auch die Maße 1.000 x 700 x 300 mm besitzen.

Dieser Platzvorteil kann auch dann genutzt werden, wenn Unternehmen bereits eine BA W08-12 im Maschinenpark haben: Der Q-Träger lässt sich bei diesen Maschinen austauschen und durch einen Q-Träger mit Aussparung ersetzen, so dass die Stillstandzeit wegen Umbau auf ein Minimum reduziert wird. Die SW-Maschine zeichnet sich jedoch nicht nur durch hohe Flexibilität bei großen Bauteilen aus. Eine einspindlige BA W08 ließe sich sogar in eine zweispindlige Maschine umrüsten; nach einem Austausch der 3-Achs-Einheit kann das BAZ dann auch genutzt werden, um kleinere Bauteile in hoher Ausbringung zu produzieren.