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Vierfach-Antrieb bringt Impeller-Fertigung auf Touren

Waldmössingen, den 16 September 2014 – Innerhalb weniger Jahre ist der Anteil mit Turbolader ausgerüsteter Diesel- und Benzinmotoren erheblich gestiegen. Die Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH (SW) präsentiert auf der AMB mit dem vierspindligen Bearbeitungszentrum BA 341 die aktuell leistungsfähigste Produktionslösung für die Impeller-Zerspanung von mittleren und großen Serien. Im Vergleich zu einer einspindligen Maschine bietet die BA 341 eine vierfache Produktivität - bei wesentlich niedrigeren Investitionskosten und geringerem Platzbedarf gegenüber vier Einspindlern.
 

In der Motorentechnik markieren aktuell neue Turbolader-Lösungen den Fortschritt. Drehzahlen bis zu 300.000 min-1 verbessern das Ansprechverhalten der Motoren, stellen aber auch immer höhere Anforderungen an die Fertigungstoleranzen. Gleichzeitig steigen die Temperaturen in Turboladern und es kommen verstärkt neue Legierungen aus Titan zum Einsatz. „Außerdem setzen immer mehr Hersteller auf die Kombination von zwei Turboladern pro Motor“, beschreibt Reiner Fries, Geschäftsführer Vertrieb bei SW, die aktuelle Entwicklung. „Damit steigen die Stückzahlen und die Variantenvielfalt noch einmal deutlich an.“

Positive Erfahrungen mit zweispindliger Bearbeitung 
Mit dem neuen Bearbeitungszentrum BA 341 erfüllen Anwender die Anforderungen an die reproduzierbare Genauigkeit bei niedrigsten Stückkosten. Die neue Maschine übernimmt parallel mit vier Spindeln und vier direktgetriebenen Rundachsen die 5-Achsbearbeitung von vier Impellern. „Die zweispindligen Hochgeschwindigkeitsmaschinen von SW beweisen seit Jahren, dass auch bei einer Simultanbearbeitung die geforderten Toleranzen reproduzierbar erreicht werden“, bekräftigt Reiner Fries. „Die Anwender haben auf Basis dieser Erfahrungen aktiv eine vierspindlige Version nachgefragt.“

Positionsgenauigkeit von 8 Mikrometer 
Das High-Speed-Bearbeitungszentrum erreicht bei hochdynamischen Beschleunigungen von 10 bis 15 m/s2 Vorschub- und Eilganggeschwindigkeiten von bis zu 75 m/min. „Über die Hochgeschwindigkeitszerspanung hinaus haben wir an dem wichtigsten Stellhebel für Produktivität gearbeitet - der Minimierung der Nebenzeiten“, hebt Wolfgang Armleder, Entwicklungsleiter bei SW hervor. Die Span-zu-Span-Zeit beträgt lediglich 2,5 Sekunden. Bei der Einplatzmaschine dauert der „Palettenwechsel“ über den Doppelschwenkträger weniger als 3 Sekunden. Das steigert die Stückzahlen in der Großserie zusätzlich zur Simultanbearbeitung. „Bei Verwendung eines Nullpunktspannsystems tauschen Anwender die Vorrichtungen innerhalb weniger Minuten“, so Reiner Fries. „Das ist eine wichtige Anforderung für die flexible Fertigung mittlerer Serien.“

Die BA 341 basiert auf dem bewährten SW-Konzept eines steifen Monoblocks mit eingehängter Quertraverse und horizontalen Hauptspindeln. Das sorgt für einen optimalen Spänefall. Gleichzeitig beherrscht das BAZ damit die Prozesskräfte bei der Simultanbearbeitung und schafft die konstruktiven Voraussetzungen für die hohe Präzision.